TransIT: Anwendungsbeispiele für Tourenplanung und Tourenoptimierung

Für TransIT gibt es vielfältige Einsatzbereiche, die sich je nach Kunden unterscheiden. Im Folgenden haben wir eine kleine Auswahl von typischen Anwendungsbeispielen zusammengestellt, die sich  nach Art der Nutzung von TransIT unterscheiden.

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Erstellung von Regelfahrplänen

Viele Unternehmen bedienen ihre Kunden in regelmäßigen Rhythmen. Im einfachsten Fall hat man einen Plan, der täglich oder wöchentlich wiederholt wird. Manchmal aber sind die Zusammenhänge komplizierter und man hat z. B. zwei-, drei-, vierwöchentlich oder sich monatlich wiederholende Aufträge bzw. der Kunde entscheidet kurzfristig, ob er bedient werden möchte. Trotzdem möchte man aus praktischen Gründen (z. B. feste Kommissioniervorgaben im Lager, lokale Kenntnisse der Fahrer usw.) eine feste Zuordnung der Kunden zu den Touren umsetzen. Dies wird in TransIT mit Hilfe einer Simulation unterstützt, in der für einen längeren Zeitraum die statistischen Werte für die Touren ermittelt werden (z. B. kürzeste, mittlere oder längste Tourdauer, Wahrscheinlichkeit für eine Verspätung usw.).

Aber auch das Generieren von Aufträgen aus Daueraufträgen zur Berechnung des aktuellen Tourenplans und das kurzfristige Bestätigen von unsicheren Aufträgen kann mit TransIT komfortabel durchgeführt werden. Sogar Bundesland-spezifische Feiertage können definiert und bei der Generierung automatisch berücksichtigt werden.

Mit den beschriebenen Möglichkeiten werden Sie in die Lage versetzt, auch kompliziertere Tourenplanungen durchzuführen und die Ergebnisse in der täglichen Praxis zu nutzen.

Tägliche Neuplanung

Die tägliche Neuplanung wird dann notwendig, wenn sich die zu bedienenden Kunden bzw. deren Auftragszeiten und/oder -mengen täglich ändern. Hier bietet Ihnen TransIT die Möglichkeit, Aufträge und Mitarbeiter bzw. Fahrzeuge auszuwählen und durch eine Optimierung automatisch einen Tourenplan erstellen zu lassen. Dieser Plan hält dann alle definierten Restriktionen, wie z. B. maximale Schichtdauern, Pausen, zulässige Zeitfenster oder Qualifikationen von Fahrern, Servicepersonal oder Fahrzeugen automatisch ein.

Manchmal sind bei der täglichen Neuplanung auch bestimmte Vorgaben einzuhalten. Beispielsweise sollen ein oder mehrere Mitarbeiter oder Fahrzeuge eine bestimmte Region oder nur bestimmte Typen von Aufträgen durchführen. Hierzu bietet TransIT mit Rahmentouren ein Konzept, das eine weitgehend automatische Berücksichtigung derartiger Restriktionen ermöglicht.

Selbstverständlich können sie auch vor oder nach der Optimierung Vorgaben oder Änderungen machen, indem Sie bestimmten Mitarbeitern oder Fahrzeugen bestimmte Aufträge oder sogar Teiltouren zuordnen. Jede von Ihnen durchgeführte manuelle Änderung wird in TransIT sofort mitgerechnet, d. h., dass die neuen Zeiten, Kapazitäten, Kosten usw. sofort sichtbar werden - und sollten Sie einmal mit einer Änderung nicht zufrieden sein, dann kann diese einfach durch Drücken der "Rückgängig-Taste" mit einem Klick rückgängig gemacht werden.

Die Ergebnisse der täglichen Planung müssen dann auch den Mitarbeitern mitgeteilt werden. Hierzu bietet TransIT eine Reihe von Möglichkeiten, wie die Rückübertragung in ein führendes System (z. B. Lagerverwaltung, CRM, ERP wie z. B. SAP), den Ausdruck des Tourenplans mit Kartendarstellung und allen anderen benötigten Informationen, die Übertragung auf ein Navigationsgerät (tomtom, Garmin) bis hin zur Nutzung von Telematiksystemen, in denen der Fahrer seine Aufträge direkt sieht, anfährt und bestätigt.

Dynamische Planung

Bei der dynamischen Planung ändern sich die Touren während der Ausführung und es ist eine Planung in Echtzeit (auch Online-Planung genannt) notwendig. Typischerweise sind am Abend vorher oder am Morgen nur ein Teil der Aufträge bekannt. Man beginnt dann die Tourenoptimierung mit diesem Auftragsbestand und plant im Laufe des Tages hinzukommende Aufträge zu den bestehenden Touren hinzu. Dieser Anwendungsfall ist typisch, wenn z. B. Reparaturen, Prüfungen oder Abholungen kurzfristig eingeplant werden müssen, weil z. B. auch mit Ihrem Kunden dazu ein SLA vereinbart wurde.

TransIT unterstützt die dynamische Planung, z. B. durch speziell konfigurierbare Optimierungsparameter, sein konfigurierbares Statusmodell, durch Sicherstellen, dass nur noch änderbare Aufträge neu verplant werden, durch dynamische Listen mit offenen Aufträgen, Planungsvorschläge und vieles mehr.

Oft wird bei der dynamischen Tourenplanung auch die Telematik eingesetzt, um Aufträge zu übertragen, Status zurückzumelden und kurzfristig auf Störungen reagieren zu können.

Die Simulation einer vollautomatischen dynamischen Tourenplanung in Echtzeit mit TransIT finden Sie als Video bei youtube!

Gebietsplanung

Die Aufgabe der Gebietsplanung ist die Zuordnung von geografischen Gebieten zu Mitarbeitern oder Fahrzeugen/Touren. Diese Aufgabe spielt sowohl bei der Planung von Vertriebsregionen als auch bei der Planung von Liefergebieten in der Distribution eine wichtige Rolle. Diese Planung basiert in der Regel auf Prognosen über das mittelfristige Auftragsaufkommen, welche meistens auf Basis von Vergangenheitsdaten berechnet werden. TransIT unterstützt die automatische Gebietsplanung durch spezielle Optimierungsmodule zur Bildung von Rahmentouren. Ebenso ist selbstverständlich eine manuelle Anpassung der Ergebnisse bzw. eine vollständig manuelle Neuplanung möglich.

Die in der Gebietsplanung ermittelten Ergebnisse können anhand einer Simulation für einen Zeitraum verifiziert werden. Dazu führt TransIT vollautomatisch für einen vorgegebenen Zeitraum z. B. eine tägliche Planung auf Basis der ermittelten Rahmentouren durch. Anschließend können die Ergebnisse einzeln oder durch Reports angesehen und bewertet werden.

Planung von Fernverkehrstouren

Fernverkehrstouren zeichnen sich oft dadurch aus, dass Aufträge mit unterschiedlichem Start- und Zielort (sog. Pickup-and-Delivery-Aufträge) miteinander verkettet werden. In der TransIT-Oberfläche kann auch dieser Auftragstyp genauso behandelt werden, wie die ortsbezogenen Aufträge. Darüber hinaus bietet TransIT auch spezielle Optimierungsverfahren, die die Planung von Touren mit dieser speziellen Struktur unterstützen. Diese unterstützen auch sog. Rampenrestriktionen, mit deren Hilfe man erreichen kann, dass zu einem Zeitpunkt nicht durch Ladevorgänge oder An- und Abfahrten an den Depots eine Überlastung eintritt.

Typische Anwendungsbeispiele sind die Planung von Touren für Trailer- oder Wechselbrückenfahrzeuge bei Speditionen oder Paketdienstleistern.

Mehrtagesplanung

Manchmal decken mobile Mitarbeiter ein großes geografisches Gebiet ab, sodass eine Heimkehr an jedem Tag nicht möglich und wirtschaftlich ist. In diesen Fällen müssen Mehrtagestouren geplant und durchgeführt werden. Bei dieser Art der Planung spielt neben den Arbeits-, Schicht- und Pausenregelungen der Mitarbeiter auch die mögliche Anwesenheit der Kunden eine große Rolle. TransIT bietet dazu die Möglichkeit, individuelle Durchführungszeiten für Aufträge oder Öffnungszeiten für Kunden zu hinterlegen (z. B. morgens von 08.00 bis 12.00 und nachmittags von 13.00 bis 16.00).

Bei der Planung und Optimierung mit TransIT werden diese komplexen zeitlichen Zusammenhänge automatisch geprüft und berücksichtigt, sodass jederzeit zulässige und geprüfte Pläne vorliegen.

Sendungs-Konsolidierung

Müssen Sendungen aus einer weit entfernten Region zu einem Ziel oder umgekehrt von einem Start in eine weiter entfernte Region transportiert werden, so bietet sich eine Bündelung der Sendungen auf der weiten Strecke und das lokale Einsammeln oder Verteilen an.

Konsolidierung

Dieses Konzept ist als Konsolidierung oder Cross-Docking bekannt. Es spielt auch dann eine wichtige Rolle, wenn die lokale Einsammlung oder Verteilung aus Zeitgründen mit einem Fahrzeug nicht möglich ist.

TransIT unterstützt durch ein neuartiges Konzept das Erstellen, Ändern, Zusammenführen und Löschen von Konsolidierungspunkten. Dabei wird der Anwender durch zahlreiche automatische Berechnungen von Zeiten und Mengen und durch automatisches Splitten und Zusammenführen von Aufträgen entlastet, sodass auch ein Erproben von unterschiedlichen Konsolidierungs-Konzepten möglich wird.